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    - [[https://en.wikipedia.org/wiki/A_Scanner_Darkly_(film)|A Scanner Darkly(2006)]] Eigentlich weniger ein science-fiction sondern eher ein socio-fiction Film. Äußerlich hergerichtet wie ein Comic-Film erlaubt das Format eine leichtere Vermischung von realer und virtueller/ traumhafter Situation. Die Destabilisierung der Gesellschaft durch das Anwachsen einer Drogensucht bei gleichzeitiger Aufrüstung des Staates bis hin zu einer vollständigen Überwachung wirkt fast realistisch (man denke nur an die Drogenkriege in Nord- und Südamerika (und Asien) zusammen mit einem Heimatschutzministerium). Was an diesem Film hervor sticht ist der Fokus auf die beteiligten Personen, auf ihre Psyche, speziell auch der staatlichen Beamten, die überwachen sollen, z.T. als undercover  Agenten. Dass die Behörde einen eigenen Mitarbeiter in eine Sucht hineintreibt, die ihn soweit zerstört, dass er als Wrack in einer Spezialklinik endet, und dieser dann auf diesem Weg in ein vermutliches Zentrum des Drogenkartells verlegt wird, erfährt man erst gegen Ende. Ob diese Aktion irgend einen Erfolg hat, bleibt im Film selbst offen. Eine technologische Besonderheit sind Tarnanzüge für Menschen, die ihnen kontinuierlich ein anderes Äußeres verschaffen, so dass ihre Identität schillernd bleibt, nicht fixierbar.    - [[https://en.wikipedia.org/wiki/A_Scanner_Darkly_(film)|A Scanner Darkly(2006)]] Eigentlich weniger ein science-fiction sondern eher ein socio-fiction Film. Äußerlich hergerichtet wie ein Comic-Film erlaubt das Format eine leichtere Vermischung von realer und virtueller/ traumhafter Situation. Die Destabilisierung der Gesellschaft durch das Anwachsen einer Drogensucht bei gleichzeitiger Aufrüstung des Staates bis hin zu einer vollständigen Überwachung wirkt fast realistisch (man denke nur an die Drogenkriege in Nord- und Südamerika (und Asien) zusammen mit einem Heimatschutzministerium). Was an diesem Film hervor sticht ist der Fokus auf die beteiligten Personen, auf ihre Psyche, speziell auch der staatlichen Beamten, die überwachen sollen, z.T. als undercover  Agenten. Dass die Behörde einen eigenen Mitarbeiter in eine Sucht hineintreibt, die ihn soweit zerstört, dass er als Wrack in einer Spezialklinik endet, und dieser dann auf diesem Weg in ein vermutliches Zentrum des Drogenkartells verlegt wird, erfährt man erst gegen Ende. Ob diese Aktion irgend einen Erfolg hat, bleibt im Film selbst offen. Eine technologische Besonderheit sind Tarnanzüge für Menschen, die ihnen kontinuierlich ein anderes Äußeres verschaffen, so dass ihre Identität schillernd bleibt, nicht fixierbar.
    - [[https://en.wikipedia.org/wiki/District_9| Dictrict 9 (August 2009)]] Auch in diesem südfrikanischen Film bieten gestrandete Außerirdische nur einen Aufhänger, um um soziale, rassistische, ökonomische und  politische Probleme generell zu illustrieren, mit konkreten Settings  bzw. realen Vorkommnissen in Kapstadt. Die Absurditäten vieler menschlicher Verhaltensweisen werden anhand konkreter Situationen sichtbar. Ein Südafrikaner sagte mir, dass südafrikanische Zuschauer den Film unmittelbar als Spiegel ihrer realen Situation sehen; zwischen den Zeilen vermittelt der Film viel satirischen Humor, und trotz allem alltäglichen Wahnsinn Menschen und Außerirdische, die positive persönliche Verhaltensweisen zeigen.    - [[https://en.wikipedia.org/wiki/District_9| Dictrict 9 (August 2009)]] Auch in diesem südfrikanischen Film bieten gestrandete Außerirdische nur einen Aufhänger, um um soziale, rassistische, ökonomische und  politische Probleme generell zu illustrieren, mit konkreten Settings  bzw. realen Vorkommnissen in Kapstadt. Die Absurditäten vieler menschlicher Verhaltensweisen werden anhand konkreter Situationen sichtbar. Ein Südafrikaner sagte mir, dass südafrikanische Zuschauer den Film unmittelbar als Spiegel ihrer realen Situation sehen; zwischen den Zeilen vermittelt der Film viel satirischen Humor, und trotz allem alltäglichen Wahnsinn Menschen und Außerirdische, die positive persönliche Verhaltensweisen zeigen.
 +   - [[https://de.wikipedia.org/wiki/Splice_%E2%80%93_Das_Genexperiment|Splice – Das Genexperiment (Film, Okt.2009)]] Ein Science Fiction, der nicht die große Resonanz fand, obgleich er eine anspruchsvolle Umgebung inszeniert, starke Schausspieler in den beiden Hauptrollen bietet, und eine Geschichte, die sehr schnell eine Spannung aufbaut, die bis zum Schluß nicht nur anhält, sondern durch die betändige Weiterentwicklung der Situation sich kontinuierlich immer wieder aktualisiert. Ein Science Fiction ohne Raumschiffe, ohne Space, ohne Weltraum ist eher rar, findet aber für den Labor-Laien hier eine spannende Inszenierung im Ringen um die Möglichkeiten der Weiterentwicklung der aktuellen Lebensformen durch genetische Experimente. Zwischen den drei großen Spannungspolen Gentechnnik Firma (mit ihren vom Markt und den Gesetzen stark geprägtem Denken und Verhalten), Wissenschaftler mit Ethos (der Mann), und Wissenschaftlerin mit einer verborgenen Agenda (mindestens im Unterbewussten, vielleicht auch mehr), kommt es zu illegalen Experimenten, die zu einer neuen, menschenähnlichen Lebensform führen, deren Integration in den bekannten Alltag beständig Probleme aufwirft. Über die Details der konkreten Handlung kann man sicher unterschiedlicher Meinung sein, aber dies ist einer der wenigen Filme, die das schwierige und doch auch drängende Thema der Weiterentwicklnh des Menschen so direkt und konkret vor Augen führt. Wichtige Reflexionen philosophischer Art kommen leider nicht vor. Ich finde den Film denoch sehr sehenswert, um die Diskussion zum Thema anzuregen.
    - Der Film [[https://en.wikipedia.org/wiki/Inception|Inception (2010)]] lebt von der Idee, dass man über  eine Technik verfügt, Menschen so in einen //Schlaf-Traum-Zustand// zu versetzen, dass ein ganzes Team sich im Traum eines einzelnen treffen und //interagieren// kann. Diese Idee ist auf jeden Fall innovativ. Der Film Inception spinnt dazu eine spannende und intelligente Handlung. Philosophisch ist interessant, ob es uns irgendwie weiterhilft im Verstehen unserer selbst bzw. im gemeinsamen Gestalten der Zukunft. In der Realität machen wir die Unterscheidung zwischen einem //bewussten// Zustand und dem //Nicht-Bewusstem//, das alles umfasst, was sich im Gehirn neben dem explizit Bewusstem abspielt. Das Nicht-Bewusste existiert sowohl im Wachzustand wie auch im Schlafzustand; im Schlaf kommt das Phänomen des //Träumens// hinzu, dessen wir uns unterschiedlich bewusst sind bzw. sein können. Wie man in den Traum eines anderen real eintreten kann ist bislang vollständig unklar. Dass es im Traum außerdem unterschiedliche '//Level//' geben soll, die sich übereinander legen und die funktional aufeinander aufbauen, ist höchst spekulativ. Darin herum zu wandern, im Traum eines anderen, ihm Ideen einzupflanzen, die dann in dessen Wachzustand wirksam werden, ist eine faszinierende Idee, aber zur Zeit reine Spekulation. Dies berührt das allgemeine Thema, wie unterschiedliche Gehirne sich gegenseitig überhaupt beeinflusen können, oder , noch allgemeiner, wie programmiert ein Gehirn sich selbst? Wir beobachten heute eine zunehmende gesellschaftliche Schizophrenie dahingehend, dass zwar einerseits die Rolle von Ausbildung immer stärker betont wird, dass man sogar schon Kinder einem immer stärkern Drill unterziehen will, dass man es aber zugleich zulässt, dass Kinder, Jugendliche und Erwachsene immer mehr viele Stunden am Tag ihre Gehirne gedanklichem Schrott aussetzen können, der die geringen Lerneffekte der normalen Ausbildung locker überspielen kann. Das Gesamtresultat ist dann ein gesellschaftlich falsch programmiertes Gehirn, das immer weniger weiss, was ist //real// und was ist //reine Fantasie//.    - Der Film [[https://en.wikipedia.org/wiki/Inception|Inception (2010)]] lebt von der Idee, dass man über  eine Technik verfügt, Menschen so in einen //Schlaf-Traum-Zustand// zu versetzen, dass ein ganzes Team sich im Traum eines einzelnen treffen und //interagieren// kann. Diese Idee ist auf jeden Fall innovativ. Der Film Inception spinnt dazu eine spannende und intelligente Handlung. Philosophisch ist interessant, ob es uns irgendwie weiterhilft im Verstehen unserer selbst bzw. im gemeinsamen Gestalten der Zukunft. In der Realität machen wir die Unterscheidung zwischen einem //bewussten// Zustand und dem //Nicht-Bewusstem//, das alles umfasst, was sich im Gehirn neben dem explizit Bewusstem abspielt. Das Nicht-Bewusste existiert sowohl im Wachzustand wie auch im Schlafzustand; im Schlaf kommt das Phänomen des //Träumens// hinzu, dessen wir uns unterschiedlich bewusst sind bzw. sein können. Wie man in den Traum eines anderen real eintreten kann ist bislang vollständig unklar. Dass es im Traum außerdem unterschiedliche '//Level//' geben soll, die sich übereinander legen und die funktional aufeinander aufbauen, ist höchst spekulativ. Darin herum zu wandern, im Traum eines anderen, ihm Ideen einzupflanzen, die dann in dessen Wachzustand wirksam werden, ist eine faszinierende Idee, aber zur Zeit reine Spekulation. Dies berührt das allgemeine Thema, wie unterschiedliche Gehirne sich gegenseitig überhaupt beeinflusen können, oder , noch allgemeiner, wie programmiert ein Gehirn sich selbst? Wir beobachten heute eine zunehmende gesellschaftliche Schizophrenie dahingehend, dass zwar einerseits die Rolle von Ausbildung immer stärker betont wird, dass man sogar schon Kinder einem immer stärkern Drill unterziehen will, dass man es aber zugleich zulässt, dass Kinder, Jugendliche und Erwachsene immer mehr viele Stunden am Tag ihre Gehirne gedanklichem Schrott aussetzen können, der die geringen Lerneffekte der normalen Ausbildung locker überspielen kann. Das Gesamtresultat ist dann ein gesellschaftlich falsch programmiertes Gehirn, das immer weniger weiss, was ist //real// und was ist //reine Fantasie//.
    - [[https://en.wikipedia.org/wiki/The_Adjustment_Bureau|The Adjustment Bureau (2011)]] Auch hier ist das Label 'science-fiction' nicht ganz passend, eher ist es auch ein 'socio-fiction' oder -- in diesem sehr speziellen Fall -- eine Art 'theo-fiction'. Erst im Verlauf des Films setzen sich die Einzelszenen zu einem größerem Bild zusammen, in dem auf der einen Seite die konkreten, realen Menschen mit ihren Gefühlen und Entscheidungen stehen, auf der anderen Seite merkwürdige Männer mit Hüten, die geheimnisvoll die Einhaltung von Plänen überwachen, deren Zustandekommen bis zum Schluss unklar bleibt. Auffällig ist auf jeden Fall, dass diese Männer über Informationen verfügen, die über das normale Mass hinausgehen, ebenso verfügen sie über Einwirkungsmöglichkeiten auf die reale Welt, die auch über das normale Mass hinaus gehen. Innerhalb dieser Männer existiert auch eine strenge Hierarchie. Der Status dieser Männer bleibt bis zum Schluss im Ungewissen. Auf jeden Fall beanspruchen sie, die Lebenswege der Menchen zu planen und für ihre Einhaltung zu sorgen unter dem (nur indirekt erkennbaren) Anspruch, damit das 'Richtige' für alle zu bewirken. Deses mehrfach bizarre Konzept wird dann durch ein Paar durchbrochen, das sich gegen alle Widerstände und gegen alle bisherigen Pläne durchsetzt und sich einfach liebt. Diese Liebe hebt letztlich die Macht der Männer mit den Hüten auf und der 'Vorsitzende' akzeptiert ihr Verhalten, weil sie für ihre Freiheit gekämpft haben. Eine Interpretation dieser Handlung mit Identifizierung des Vorsitzen mit Gott ist theoretisch möglich, bringt aber keinr wirklichen Erkenntnisse.  Der Film selbst kreist um das Phänomen der Freiheit, die durch Gewohnheiten und Zufälle modifiziert werden kann. Bisweilen muss man kämpfen, um gegen Gewohnheiten und Zufälle den Gefühlen und Einsichten zum Erfolgt zu verhelfen.    - [[https://en.wikipedia.org/wiki/The_Adjustment_Bureau|The Adjustment Bureau (2011)]] Auch hier ist das Label 'science-fiction' nicht ganz passend, eher ist es auch ein 'socio-fiction' oder -- in diesem sehr speziellen Fall -- eine Art 'theo-fiction'. Erst im Verlauf des Films setzen sich die Einzelszenen zu einem größerem Bild zusammen, in dem auf der einen Seite die konkreten, realen Menschen mit ihren Gefühlen und Entscheidungen stehen, auf der anderen Seite merkwürdige Männer mit Hüten, die geheimnisvoll die Einhaltung von Plänen überwachen, deren Zustandekommen bis zum Schluss unklar bleibt. Auffällig ist auf jeden Fall, dass diese Männer über Informationen verfügen, die über das normale Mass hinausgehen, ebenso verfügen sie über Einwirkungsmöglichkeiten auf die reale Welt, die auch über das normale Mass hinaus gehen. Innerhalb dieser Männer existiert auch eine strenge Hierarchie. Der Status dieser Männer bleibt bis zum Schluss im Ungewissen. Auf jeden Fall beanspruchen sie, die Lebenswege der Menchen zu planen und für ihre Einhaltung zu sorgen unter dem (nur indirekt erkennbaren) Anspruch, damit das 'Richtige' für alle zu bewirken. Deses mehrfach bizarre Konzept wird dann durch ein Paar durchbrochen, das sich gegen alle Widerstände und gegen alle bisherigen Pläne durchsetzt und sich einfach liebt. Diese Liebe hebt letztlich die Macht der Männer mit den Hüten auf und der 'Vorsitzende' akzeptiert ihr Verhalten, weil sie für ihre Freiheit gekämpft haben. Eine Interpretation dieser Handlung mit Identifizierung des Vorsitzen mit Gott ist theoretisch möglich, bringt aber keinr wirklichen Erkenntnisse.  Der Film selbst kreist um das Phänomen der Freiheit, die durch Gewohnheiten und Zufälle modifiziert werden kann. Bisweilen muss man kämpfen, um gegen Gewohnheiten und Zufälle den Gefühlen und Einsichten zum Erfolgt zu verhelfen.
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